Wir haben die Erde von unseren Kindern nur geborgt

Als die Grünen 1983 diese Plakate klebten, war ich noch nicht geboren. Heute hat meine Generation selbst Kinder und die Klimakrise steht vor der Tür. Wir werden die ökologischen Katastrophen noch erleben. Und wir sind die letzten, die sie erfolgreich eindämmen können. Packen wir es an.

„Wir haben die Erde von unseren Kindern nur geborgt“ Als die ersten Grünen dieses zeitlose Plakat schufen, war ich gerade noch nicht geboren. Annalena Baerbock war drei Jahre alt. Wir waren gemeint mit „Kinder“. Als ich Anfang der 1990er Jahre in Holzkirchen in der Grundschule war, haben wir gelernt, wie der „Treibhauseffekt“ funktioniert. Wir haben Lineale aus Holz benutzt, um Plastik zu vermeiden, und auf der Rückseite der Schulhefte aus Recyclingpapier stand ein Absatz über die Bedeutung des Regenswalds in Südamerika für unsere Erde.

Heute hat meine Generation selbst Kinder. Wir und unsere Kinder werden die Folgen des Klimawandels und der Zerstörung der Artenvielfalt noch am eigenen Leib spüren. Es ist die wichtigste politische Aufgabe unserer Zeit, diese Katastrophen zu bekämpfen. Wer uns heute verspricht, dass wir im Großen und Ganzen weiter machen können wie bisher, führt uns sehenden Auges in eine Katastrophe.

  • Wir Grüne stehen für Energie aus Sonne, Wind, Wasser und Geothermie. . Statt auf zentrale Großkraftwerke und Öl- und Gasimporte setzen wir auf dezentrale, demokratische Strukturen und Wertschöpfung vor Ort. In den vergangenen 16 Jahren haben CDU und CSU in der Bundesregierung das Erneuerbare-Energien-Gesetz zu Tode reformiert. Wir bringen es wieder in Schwung und schaffen mit dem Ausbau erneuerbarer Energien Arbeitsplätze im Handwerk.
  • Wir Grüne stehen für saubere und sichere Mobilität. Es ist an der Zeit, das Fahrradfahren zu fördern, die Schiene auf Vordermann zu bringen und den ÖPNV auszubauen. Wenn wir unsere Abhängigkeit vom Auto verringern, steigt für alle die Lebensqualität in den Städten und Dörfern: Weniger Lärm, weniger Abgase, weniger Unfälle und mehr Platz.
  • Wir Grüne stehen für eine ökologische Landwirtschaft. Sie sorgt für gute Lebensmittel, ohne ihre eigenen Grundlagen zu schädigen. Eine der schlimmsten Umweltsünden ist die Massentierhaltung, die große Mengen Tiere auf zu wenig Platz hält, sie mit Soja und Getreide von anderen Kontinenten füttert und bei uns die Felder mit Nährstoffen überdüngt und unser Grundwasser belastet. Das beenden wir, indem wir die Tierzahl an die Fläche koppeln. Ich selbst möchte mich im Bundestag um Landwirtschaftspolitik kümmern, deshalb finden Sie hier auf meiner Homepage noch mehr dazu.
  • Wir Grüne stehen für nachhaltiges Bauen. Der Bau von Häusern und Straßen frisst unglaubliche Mengen Energie, Rohstoffe und Fläche. In einigen Gegenden der Welt ist der Sand für die Betonherstellung schon heute umkämpft, und die Produktion von Zement gehört zu den klimaschädlichsten Industrien. Wir müssen besser und überlegter bauen. Weniger Straßen und weniger Parkplätze. Und unsere Häuser langlebig und aus bewährten heimischen Rohstoffen wie Holz. So bauen wir klimafreundlicher und schützen die Schönheit unserer Landschaften und Orte.

Der Klimawandel ist bereits in vollem Gange. Jedes Zehntel Grad Temperaturanstieg, das wir verhindern, hilft uns, die kommenden Krisen beherrschbar zu halten. Gleichzeitig müssen wir uns schon heute an immer mehr Wetterextreme anpassen. Damit wir auch bei Dürre und Starkregen genug Lebensmittel produzieren können, brauchen wir stabile Anbausysteme in der Landwirtschaft, wie zum Beispiel Bäume auf Wiesen, Weiden und Äckern. Wir müssen den Hochwasserschutz verbessern, unsere Böden so behandeln, dass die Erde wieder mehr Wasser aufnehmen kann und Städte so planen und umbauen, dass Hitze und Wasser darin nicht stecken bleiben.

Die Welt für unsere Kinder zu erhalten, ist eine ziemlich große Aufgabe. Wir schaffen das, wenn wir zusammenhalten. Wir schaffen es sicher nicht, wenn wir uns ob der großen Probleme auch noch gegenseitig die Köpfe einschlagen. Die Krisensituationen der letzten Jahre – von der Unterbringung von Flüchtlingen über die Corona-Pandemie bis zum Hochwasser – haben uns immer wieder vor Augen geführt, dass wir zu beidem fähig sind: Mitmenschlichkeit und Hass auf Fremde, Solidarität und Egoismus, ehrenamtliche Hilfe und hemmungsloses Plündern bei denen, den Unglück widerfahren ist.

Ich betrachte es als meine Aufgabe als Politiker, Zusammenhalt und Zusammenarbeit wo immer es geht zu stärken.