Die steigende Nachfrage nach Bio-Produkten wird immer stärker durch Importe gedeckt. Die deutsche Landwirtschaft profitiert davon zu wenig, weil zu wenige Betriebe auf Bio umstellen. Die Bundesregierung sollte dafür sorgen, dass die ökonomischen und ökologischen Vorteile des deutschen Bio-Booms auch in Deutschland realisiert werden.
Doch Tu-Nix-Minister Alois Rainer tut nichts für den Ökolandbau. Auf Nachfrage sonnt er sich in Programmen seines Vorgängers (siehe Antwort auf die Schriftliche Frage unten), die er gleichzeitig zusammenstreicht. Und in Brüssel unterstützt er die Deregulierung von Gentechnik und Pestiziden, die den Bio-Betrieben das Leben schwer macht. Wenn die einzige Großtat für die Bio-Branche eine Exportstrategie für Bio-Babynahrung ist: Die Trägheit dieses Ministers gegenüber einer dynamisch boomenden Branche ist gerade eine veritable Importstrategie auf Kosten der deutschen Landwirtschaft.
Alois Rainer erkennt die Herausforderungen dieser Zeit nicht und ist ihnen nicht gewachsen. Eine langfristig nachhaltige Ernährungssicherung für zukünftige Generationen geht nur ökologisch. Anders als der Bundeslandwirtschaftsminister erkennen das immer mehr Menschen und sind bereit, etwas dafür zu tun.